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CRI - Color Rendering Index
Einfacher ausgedrückt: Der CRI gibt darüber Auskunft mit welcher Qualität, Farben von beleuchteten Objekten wiedergegeben bez. reflektiert werden. Die wiedergegebenen Farben eines Objetes hängen nämlich von den Farben, oder der Farbe der Beleuchtung ab. Wer z.B. zu Hause seinen Van Goch mit einer Natriumlampe beleuchten würde, hätte mit seinem Millioneninvestment, zumindest optisch, nicht viel Freude. Natriumlampen emittieren fast nur gelbes Licht und ermöglichen somit kaum das Farbsehen. Je höher der CRI, desto natürlicher und angenehmer werden Farben vom menschlichen Auge empfunden.
Für die Berechnung des CRI, werden 14 Testfarben mit einem genormten Remissionsverlauf (das von einem Körper zurückgeworfene Licht, welches mit den Farbmitteln im Körper in Wechselwirkung stand) verwendet, die durch die DIN 6169 definiert sind. Berechnet man jetzt für eine Lichtquelle den CRI, werden die Abweichungen der Sekundärspektren mit denen der 14 Testfarben verglichen und dienen als Maßzahl. Spektralbereiche, die außerhalb des sichtbaren Bereiches liegen, werden nicht berücksichtigt.
Der Ra - allgemeiner FarbwiedergabeindexOft wird im Datenblatt von Leuchtmitteln nur der Ra Wert (allgemeiner Farbwiedergabeindex) angegeben. Beim Ra werden nur die ersten 8 Testfarben zur Berechnung mit einbezogen. Der Ra kann also, obwohl er nur 8 CRI Vergleichswerte in seine Berechnung miteinbezieht, ebenfalls den Wert 100 erreichen.Dieser wäre dann Ra 100.
Schwachstellen des allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra:Wer jedoch glaubt, mit dem Ra Index den Stein der Weisen für die optimale Beleuchtung gefunden zu haben, wird ein wenig enttäuscht werden.
Die Intensität der Farben ist zwar von der Farbtemperatur abhängig, jedoch spielt auch die Beleuchtungsstärke und Homogenität der Spektraverteilungskurve eine große Rolle. Wer z.B eine Kompaktleuchtstofflampe mit warm weissem Licht und einem Ra 82 für seine Wohnraumbeleuchtung verwendet, wird seinen Apfel leider nicht so super schön rot leuchtend essen müssen. Für Obst Beleuchtungen im Supermarkt werden oft sehr starke gold-gelbe Lichtfarben mit ca. 2.500K ("extra" warm weiß) verwendet, die die Rot- und Orangetöne von Obst verstärken und es besonders attraktiv und frisch erscheinen lassen. Aber auch Fleischwaren werden deswegen gerne mit starkem, "extra" warm weissen Licht mit geringen blau-grünen und ausgeprägten, roten Bandbreiten beleuchtet, um das Fleisch für den Kunden optisch "aufzupeppen". Die Farben von Lachs, Thunfisch oder Krabben werden bei dieser "Lichtzusammenstellung" ebenfalls optimal betont. Jetzt werden sicher einige einwenden, was die da schreiben widerspricht sich ja völlig. Die Kompaktleuchtstofflampe besitzt ja einen Ra von 82, also eine gute Farbwiedergabe und ist außerdem noch warm weiß.
Deswegen werden bei Leuchtmittel die für spezielle Anwendungen bestimmt sind, wie z.B. im Druckereigewerbe bei Normlicht Bedingungen, in Galerien oder Schauvitrinen auch andere Farbwiedergabeindizes angegeben. Der R9 ist z.B. für gesättigtes Rot zuständig.
Aber auch bei Gelbgrün (R3), Violett (R8), gesättigtem Gelb (R10), gesättigtem Blau (R12) und auch bei blattgrün Farben, wir man keine wahre Freude beim Betrachten verspüren. Rosa und orangene Farben sollten aber sehr gut wiedergegeben werden. Also nächstes Mal lieber eine Orange, statt einen roten Apfel kaufen ;) Wenn man die Ausschläge der Spektralanalysekurve von dieser Lampe betrachtete, wäre bei orange ein sehr starker und bei rot fast kein "Ausschlag" zu finden.
Da das Auge ja bekanntlich mitisst, sollten auch Köche bei dem "Arbeitsfeld" ihrer Küchenbeleuchtungen besonders darauf achten eher wärmere, lichtstarke Weißtöne mit einem hohen R9 und einem Ra über 80 zu verwenden, da Köche die eine höhere Farbtemperatur wählten, mit der Farbwiedergabe, besonders bei Fleisch oder Obstwaren, nicht zufrieden waren.
R96a Methode: Wenn die unten angeführten Forschungsergebnisse zutreffen sollten (Nov. 2011) und nur auf dem Metamerie Effekt zurückzuführen sind, könnte sich hieraus eine Milliardenindustrie entwickeln. Mit nur wenigen gezielt abgegebenen Wellenlängen, würde so die perfekte Beleuchtungsart bei allen Beleuchtungsanwendungen, noch dazu mit optimalen CRI Werten, erzeugt werden.
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